29.12.09

Winterliche Scenen in Südwest Kerry




Waterville und Umgebung unter Puderzuckerschnee, im Vordergrund rechts sehr gut zu sehen eines der zahlreichen Ringforts hier in Süd Kerry


Ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr wünsche ich allen Lesern und Fotofreunden.

Wir hatten tatsächlich auch etwas Schnee vor Weihnachten, das ist hier eher untypisch wegen des milden Golfstromwetters, aber ganz schön.

Ansonsten sind das tiefstehende Licht und die winterlichen Farben von Moor und Heide auch immer Wert fotografiert zu werden.





 

Die beiden vorigen Fotografien sind in der Nähe des Derriana Sees, nördlich von Waterville, entstanden.

16.12.09

Winterstimmung am Reenroe Strand in Ballinskelligs



Blick vom westlichen Ende des Reenroe Strandes Richtung Waterville

Das winterliche Licht war die letzten Tage sehr reizvoll, einmal zum puren Geniessen beim Spazierengehen, aber auch um zu fotografieren. Der frühe Zeitpunkt für den Sonnenuntergang lässt die rötlichen Töne am Himmel schon Nachmittags erscheinen, natürlich an den winterlichen Wölkchen, die uns immerhin lange keinen Regen oder Schnee beschert haben.
Diese Wolken machen die Fotoaufnahmen erst besonders interessant, ein nur blauer Himmel wäre fast langweilig. Ich suche auch immer etwas Spannendes im Vordergrund, im nächsten Bild hatten es mir die vom Winde verwehten Wasserspritzer der Wellen angetan.
Für den Spaziergang hatte ich zwar meine Kamera aber kein Stativ mitgebracht. In dem Fall kann man auch improvisieren und jede zur Verfügung stehende Möglichkeit einer stützenden Auflage benutzen um das Foto nicht zu verwackeln, notfalls auch mal die Schulter eines Mitwanderers.




Übrigens ist der Name Reenroe eine englische Variante des eigentlichen irischen Namens Rinn Rua, das bedeutet, das Rote Riff (oder Felsen).
Michael Kirby, ein Fischer, Maler und Dichter aus Ballinskelligs schrieb in einem seiner Bücher über die Namen von Gegenden, Buchten, Höhlen und Felsen entlang der Ballinskelligs Bay.
Mehr über irische Ortsnamen findet ihr auf dem Blog über Ballinskelligs und die Irische Sprache...

1.12.09

Schnee auf den höchsten Bergen Irlands


Laune River und Kerry Mountains

Hier in Südwest Irland haben wir eher wenig Schneefall wegen des wärmenden Golfstroms im Atlantik. Schlittenfahren für die Kinder ist also nicht gut möglich, aber manchmal kommt der Niederschlag zumindest auf den Bergen als Schnee und sieht dann ganz schön winterlich aus.
Das obige Foto entstand letzten Samstag auf dem Rückweg vom Fotoworkshop in Killarney, zwischen Killarney und Killorglin führt der Ring of Kerry am Fluss Laune entlang, der nach heftigen Regenfällen im ganzen Land auch über die Ufer getreten war. (Zum Glück hat man hier nicht den Fehler begangen wie anderenorts in Irland, neue Wohnsiedlungen in natürlichen Überschwemmungsgebieten zu bauen.)
Im Hintergrund sind Irlands höchste Berge, die McGillicuddy Reeks, zu sehen. Der höchste Gipfel ist der Carrauntoohil, Corrán Tuathail, mit 1038 m über dem Meeresspiegel.
Das Panorama Foto ist übrigens aus mehreren Aufnahmen in Photoshop zusammengefügt.

20.11.09

Ein Tagesworkshop in Killarney´s Nationalpark

Wenn ihr gerade in Kerry seid und gern an einem Fotografie Workshop teilnehmen wollt, schliesst euch meinen Fotoklassen aus Caherciveen und Waterville und natürlich mir an - am Samstag, dem 28. November, 2009.




Wir treffen uns um 10.00 Uhr auf dem Parkplatz zum Ross Castle (ist in Killarney gut ausgeschildert). Von da aus fotografieren wir zunächst in der Nähe des Ross Castle und am Lough Leane, dann geht es weiter zum Torc Wasserfall in der Nähe vom Muckross Haus. Dort wollen wir versuchen, die tobenden Wasser mit langen Belichtungszeiten zu "zähmen". Wenn dann noch Zeit bleibt ( und das Wetter mitspielt), gehen wir Richtung Muckross Haus für einige Fotos und um uns bei Tee oder Kaffe aufzuwärmen.
Jeder ist herzlich eingeladen mitzumachen. Dieser Workshop ist unendgeldlich- ein kleines Weihnachtsgeschenk!!!
Falls ihr zufällig ein Stativ dabei habt, bringt das unbedingt mit.
Bei Fragen ruft mich an unter 087 6606586!

18.11.09

Ballinskelligs Castle bei Sonnenaufgang



Für gestern war schönes Wetter vorhergesagt, also entschloss ich mich, den Sonnenaufgang am Strand in Ballinskelligs zu fotografieren. Die Zeit war 8:06 Uhr, wir sind hier mit den aktuellen Sonnenauf- und -unterganzeiten fast eine Stunde hinter der offiziellen Greenwichzeit. Eine Überraschung war, dass die Sonne viel weiter in Richtung Süden aufging als ich dachte, aber im zweiten Bild trifft sie dafür sehr schön durch ein Fenster am alten Ballinskelligs Castle.
Ein grosses Plus für jegliche Landschaftsfotografie hier in Irland sind die fast immer den Himmel "verzierenden" Wolken. Die geben dem Bild die Dramatik, wenn sie die einzelnen Sonnenstrahlbündel verteilen.


Dieses zweite Bild ist eine HDR Fotografie, hin und wieder benutze ich die Photomatix-Software, die aus mehreren, in der Regel drei, unterschiedlich belichteten Fotos eines zusammenrechnet.
Das Ziel ist,  sowohl Zeichnungen in den Glanzlichtern als auch Details in den Schattenbereichen festzuhalten. Dieser erhöhte Kontrastumfang (englisch High Dynamic Range, HDR) soll dem, was wir tatsächlich mit unseren Augen sehen können weit näher kommen als "normale" Fotografien.
In den einzelnen Schritten während der Umwandlung gibt es viele Parameter einzustellen, aber da mir viele HDR Fotografien zu farbgesättigt scheinen, bin ich da eher ein bisschen vorsichtig.
Hier sind einige frühere Fotos in HDR

16.11.09

Horse Island in der Ballinskelligs Bay

Es ist auch im November gut möglich, Landschaftsfotos zu machen. Das winterliche Licht hat extra Klarheit und kältere Farbtemperaturen, mehr ins Blau reichend.
Ich bin immer wieder fasziniert, wie die Sonnenstrahlen alle Farben so viel intensiver und strahlender machen.


Horse Island ist eine Kleine Insel in der  Ballinskelligs Bucht, nicht weit von der kleinen Pier, von der früher Fischerboote und jetzt im Sommer die Motorboote der Urlauber und auch ein Boot auf die Skelligs fahren.
Der irische Name ist Oileán na gCapall, und Michael Kirby, ein Fischer, Maler und Poet aus Ballinskelligs (1906-2005) schreibt in einem seiner Bücher, Skelligs Calling, über die irischen Namen in der Ballinskelligs Bucht, dass nicht klar ist warum es die "Insel der Pferde" ist, dass es aber mehrere solcher Inselnamen an Irlands Küste gibt.
Bis zum Ende der fünfziger Jahre lebten zwei Familien auf Horse Island, die Barrys und die Fitzgeralds, dann ward das abgeschiedene Leben auf dem eher kargen Boden, besonders in den stürmischen Wintermonaten, doch zu unbequem. Denn obwohl die Entfernung von der Pier zum steinigen Strand auf Horse Island nicht allzu gross ist, der Atlantik drückt hier mit voller Gewalt seine Wassermassen durch den engen Sund und man möchte wirklich nur bei ruhigem Wetter das Boot besteigen.
In seinem Buch Skelligside schreibt Michael Kirby über die Lady von Horse Island, seine Tante Julia Kirby, die in den 1860ern einen David Fitzgerald von der Insel heiratete und nach dessen frühzeitigem Tod mit sechs Kindern auf der Insel lebte.
Die Verwandten vom Festland halfen ihr so gut es ging, und oft kamen im Frühjahr bretonische Fischerboote um Makrelen zu fangen. Die Besatzung brachte schon vor 150 Jahren French Cuisine mit der Zubereitung von Muscheln oder Wasserschnecken auf die kleine Insel und nach Ballinskelligs und tauschte mit den Einheimischen Tabak und "sauren" Rotwein gegen Milch und Eier.



 

 






11.11.09

Sonnendurchflutet...in Südfrankreich

Für alle, die Sehnsucht nach Sonne und Wärme verpüren, ist vielleicht mein neuestes Fotobuch mit Fotos aus Ceret in Südfrankreich ein kleiner Augentrost.
Die Fotos entstanden im September diesen Jahres. Sie sind eine Auswahl der mit Absicht unscharf gehaltenen Aufnahmen, die ich mit meiner Pocketkamera Panasonic Lumix LX3 aufgenommen habe.
Angeregt nach Besuchen im Museum für Moderene Kunst in Ceret, waren mir Impressionen und starke Farben wichtiger als scharfe Fotos. Ausserdem sollte man immer auch ein bisschen experimentieren, oder?
Übrigens, nächstes Jahr plane ich mindestens eine Fotoreise in diese Gegend in Südfrankreich, wer Interesse hat, schaue auf meine Webseiten in deutsch oder englisch...


5.11.09

Novemberabend in St. Finian´s Bay



Wenn dies kein wunderschöner Blick ist...
Nach einigen Tagen mit sehr kaltem Nordwestwind und vielen Regenschauern reizten mich heute abend die winterlich anmutenden Wolken und die  willkommenen, wenn auch nur vereinzelten Sonnenstrahlen, in das Glen zu fahren. Ich habe inzwischen die fast perfekte Stelle für die Komposition der Fotos hier gefunden, es hiess also nur, auf das "richtige" Licht warten.
Tipps für das Fotografieren von "stillem" Wasser findet ihr hier... 

3.11.09

Blick in die Ferne vom Bray Head auf Valentia Island

Wer die freie und wilde Natur mag, der geht auch an einem Novembernachmittag schon mal dem Wetter trotzen.
Der Weg hoch zum Bray Head auf Valentia Island ist einer der wenigen "richtigen" befestigten Wanderwege in der Gegend, man kann hier also auch nach viel Regen laufen ohne im Modder zu versinken.
Der Himmel sah an diesem Nachmittag meist sehr bedrohlich aus, wenn dann aber die Sonnenstrahlen durchkamen, war das schon fast wie eine "Erleuchtung".


In Richtung Westen liegen die Skelligs und Richtung Norden die Blasket Inseln.






28.10.09

Ballycarbery Castle in Caherciveen




Es gibt schon einige sehenswerte Gebäude hier in Südwest Kerry. Dieses verfallene "Castle" unweit von Caherciveen am Flusse Fertha ist auch bekannt als McCarthy Mór´s Castle. Der Clan der Mc Carty Mór hat diese Burg im 16. Jh errichtet, wahrscheinlich auf den Ruinen eines älteren Gebäudes.
Hier kann man zu allen Jahres- und Tageszeiten schön fotografieren, um das Castle herum ist Platz genug, um einen günstigen Standpunkt entsprechend des Sonnenstandes zu suchen. Es sind kaum störende Dinge im Umfeld, auch Detailaufnahmen sind ein lohnendes Objekt, der gnarlige Efeu hat bestimmt schon sehr viele Jahre hier am Mauerwerk verbracht.

Regen fällt auf Ballinskelligs Bay



Es ist kein Wunder, dass wir hier in Irland vom Wetter besessen sind!
Wann immer ich aus dem Fenster schaue, gibt es spannende Licht- und Wolkenspiele. Wenn der Regen wie hier schon auf dem Meer herunter kommt, wird es Zeit z.B. die Wäsche abzunehmen.

17.10.09

Variationen zum Sonnenuntergang





Die Tage werden kürzer und man kann jetzt schon relativ früh das Abendlicht einfangen. Die beiden vorhergehenden Fotos sind im Glen, St. Finian´s Bay, entstanden.
Die folgenden Fotos sind ohne grosse Planung gleich hinter unserem Haus gemacht, ganz plötzlich hatte sich der Himmel in diesen unglaublichen Farben präsentiert und ich bin schnell mit Stativ und Kamera um das Haus gelaufen, um einen Platz zu finden, der nicht von Telefonmasten oder Elektroleitungen verbaut war.
Ein Stativ ist fast ein Muss unter diesen Umständen, da die Belichtungszeit relativ lang wurde, zwischen 20 und 30 Sekunden.






Die nächsten zwei Fotos schickte uns unser Freund Chris aus Berlin, vielleicht um zu sagen, wir hätten für schöne Himmelsfotos nicht weg von Berlin nach Irland ziehen müssen.





Danke, Chris...

14.10.09

Zusammenfassung von Fototipps

Nach verschiedenen Foto Workshops über den vergangenen Sommer und September
hier eine Zusammenfassung darüber, was ich versucht habe einzelnen oder in Gruppen teilnehmenden Fotoliebhabern zu vermitteln.
Man könnte die gesamten Inhalte grob in vier verschiedene Kategorien einteilen:
1. Ortswahl und Tageszeit
2. Komposition eines Bildes
3. Zweckdienliche Belichtung
4. Technische Besonderheiten

Ortwahl und Tageszeit
Natürlich kann man überall Fotos machen und oft sehe ich Touristen, die am Ring of Kerry an Aussichtspunkten kurz aus dem Bus aussteigen um die schöne Landschaft zu fotografieren. Zeit ist knapp, aber man hat am Ende einer Reise viele Fotos gemacht und damit viele schöne Erinnerungen.
Wenn man mehr Zeit hat und vielleicht ein paar Tage in einer Gegend ist, sollte man beim Autofahren oder Spazierengehen festhalten, welche Orte wirklich ein oder mehrere geplante Fotos wert sind, dazu ist es gut zu wissen, wie hoch und wo die Sonne zu einem bestimmten Zeitpunkt steht. Es ist am einfachsten, mit der Sonne von hinten zu fotografieren, dann ist alles "richtig ausgeleuchtet". Das ist natürlich nicht immer möglich und mit Kameras, die eine manuelle Einstellung haben, kann man auch bewusst andere Lichtsituationen bewältigen.
Aufnahmen, die man um den Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang macht, haben ein besonders schönes, weiches Licht und aussergewöhnliche Farben im Himmel und auf dem Grund.(Die Zeit kurz vor Sonnenuntergang wird hier auch Golden Hour, die Goldene Stunde genannt; und etwas später kommt die Blaue Stunde, die alles in ein geheimnisvolles blaues Licht taucht.)
Wenn man am Meer fotografieren will, sind Informationen über die Gezeiten wichtig, auch wie stark z.B. der Swell ist (Stärke oder Höhe der Wellen). Einen Lieblingsort von mir, Culloo auf Valentia Island, kann man wirklich nur bei ruhigem Wetter aufsuchen.
Richtiges Schuhwerk und Regenbekleidung sind in Irland sowieso an der Tagesordnung, eine wasserdichte Kameratasche oder auch nur ein extra Plastikbeutel können Kamera und Zubehör schützen.

Komposition eines Bildes
Einige "formale" Regeln für die Bildkomposition beziehen sich auf die Anordnung von Objekten im Bild.
Die wohl am wichtigsten zu nennende ist "Der Goldene Schnitt", im Englischen "Rule of Thirds" genannt.
Dieser englische Name, "Die Regel von den Dritteln" macht auf einfache Weise deutlich, worum es geht.
Ein Bild, egal ob Hoch- oder Querformat, wird in drei gleichmäßig große Spalten und Zeilen "zerlegt", (übrigens einige Kameras haben dies als Möglichkeit für den Sucher schon eingebaut - wenn nicht, muss mann sich die Linien vorstellen.)
Entlang dieser Linien nun und ganz besonders an den Schnittpunkten der einzelnen Linien sollten wichtige Details des Bildes liegen, z.B. Augen bei Portraits, auch von Tieren; ein Baumstamm, der Horizont, etc...
Man kann es auch noch simpler sagen, wichtige Details im Bild sollten nicht in der Mitte plaziert werden.
Eine andere Kompositionsregel ist, das Auge des Betrachter mittels vorhandener optischer Linien in das Bild auf etwas besonders Schönes oder Wichtiges hinzuleiten.
Eine weitere Regel für gute Komposition ist, etwas Interessantes im Vordergrund festzuhalten. (Man kann am Strand tatsächlich Steine oder Wurzeln extra ins Bild bewegen, weil nur leerer Strand und dahinter Meer und darüber Himmel nicht immer spannend genug sind.)
Sind auffällige geometrische Formen im Bild, sollte man sehen, ob sich diese irgendwo wiederholen.
Bei grossen kreisförmigen Objekten muss nicht die gesamte Form fotografiert werden, ein geschickter Ausschnitt reicht um dem Auge und Gehirn zu vermitteln, worum es sich handelt.
Damit wären wir bei einem Lieblingsprojekt von mir, ich fotografiere wirklich gern Details, sie scheinen viel spannender eine "Geschichte zu erzählen" als wenn noch viel drumherum mit abgebildet wäre. Der Betrachter verweilt länger und überlegt, was ist das, wo könnte das sein, was ist passiert. So werden Vorstellungsvermögen und eigene Erinnerungen viel stärker aktiviert. Spannend ist ausserdem, wenn etwas Lebendes und sich Bewegendes, z.B.eine Katze oder ein Vogel ins Bild kommt - wieder eine neue "Geschichte"!
Bei den Workshops gebe ich oft kleine Papierrahmen oder Diarahmen aus, die Teilnehmer sollen diesen auf halber Armeslänge vor sich halten und überlegen, was genau will ich "rahmen", also was soll im Bild sein - und manchmal noch viel wichtiger - was nicht!

Belichtung
Für die richtige Belichtung einer Fotografie sind drei Dinge verantwortlich: Blende, Verschlusszeit und ISO.
Ändert man eine der drei Komponenten, verändern sich gezwungenermaßen die anderen.
Um es nicht unnötig zu komplizieren, habe ich immer geraten, die ISO klein, auf 100, eingestellt zu lassen.
Mit unterschiedlichen Blenden zu arbeiten, ist wahrscheinlich die am meisten benutzte Belichtungseinstellung und ich habe immer versucht, Teilnehmern die Vorzüge dieser manuellen Blendeneinstellung, weg vom Automatikmodus ihrer jeweiligen Kamera, nahe zu bringen.
Ein großer Vorteil der Blendeneinstellung ist, dass man die Tiefenschärfe eines Bildes beeinflussen kann.
Eine grosse Blende bedeutet, das Bild wird durchweg scharf, in der gesamten "Tiefe" des Bildes.
Mit einer kleinen Blende wird ein gewisser Raum innerhalb der gesamten "Tiefe" des Bildes scharf abgebildet, alles andere sieht verschwommen aus. Und das soll auch so sein, z.B. wenn ich Blüten oder Schmetterlinge fotografiere, sollen die wichtig sein und nicht der Busch dahinter oder davor. Bei dieser Variante, kleine Blende, muss ich natürlich dann genau auf den wichtigen Bereich scharfstellen.
Mit der Verschlusszeit Einstellung kann man sich bewegende Motive, es war in unserem Fall immer Wasser, "anhalten".
Dazu braucht es eine lange Verschlusszeit, eine bis mehrere Sekunden, was wiederum zur Folge hat, dass man diese Bilder nicht bei starkem Licht machen kann, denn obwohl die lange Zeit in einer kleinen Blende resultiert, soll nicht zu viel Licht auf den Sensor(oder Film) gelangen.

Technische Besonderheiten
Ein Stativ, oder auch mehrere während der Workshops, ist immer im Kofferraum meines Autos.
Das hilft, ein Bild nicht zu verwackeln (und verlangsamt ausserdem ein bisschen das Tempo und lässt über die Komposition eines Bildes nachdenken).
Bei langen Belichtungszeiten, abends oder nachts, aber auch um Wasser "anzuhalten", benutze ich ausserdem einen ferngesteuerten Selbstauslöser, um die Kamera, nachdem ich alles eingestellt habe, während des Auslösens gar nicht zu berühren.
Wenn es die Kamera zulässt, sollte man Bilder in RAW aufnehmen, das behält viel mehr Informationen für eventuelle spätere Verarbeitung. Der Nachteil ist, man braucht mehr Speicherplatz und muss vor dem Drucken erst in andere Formate konvertieren, die Programme dafür kommen aber mit der zur Kamera gehörenden Software.
Filter, wenn die Kamera solche zulässt, sind nützlich, um langweilig graue oder auch blaue Himmel etwas dramatischer zu machen.
Hier, auf meiner neuen englischsprachigen Webseite für Fotoreisen www.skelligphototours.com, sind Fotos, die während der vergangenen Workshops und Fotoreisen entstanden, sowohl von mir als auch von Teilnehmern.

11.10.09

Musik und Tanz bei Rosie in Dun Geagan, Ballinskelligs

Ich bin wirklich zufrieden mit meiner kleinen Lumix Compakt Kamera, sie nimmt auch kurze Videos auf und die Qualität ist gar nicht schlecht.
Das folgende Video entstand während der vier Tage, an welchen unser Pattern Day (St. Michael am 29. September) dieses Jahr gefeiert wurde.

Seit einer Woche gibt es auch wieder die wöchentlich stattfindenden Tanzklassen mit Jacky Sugrue in der Community Hall in Dun Geagan, schaut nur vorbei, Dienstags, 20-22 Uhr.

30.9.09

Ereignisreiche Abende zum Patronfest in Ballinskelligs






Vier Tage und Abende wurde das Fest des Hl. Michael in Dungeagan, Ballinskelligs gefeiert.
Im oberen Bild gehen Besucher die "Runden" und beten.
Auf diesem Feld, auf dem St. Michael´s Quelle Krankheiten heilen soll, sind um die eigentliche Quelle herum sieben Energiepunkte, die wenn man kurze Zeit auf ihnen steht, die körpereigenen elektromagnetischen Frequenzen erhöhen sollen.




Professor Seámus O´Cathain von UCD bei seinem Vortrag über die Arbeit des norwegischen Musikwissenschaftlers Ole Mork Sandvik, der 1927 in Kilrealig, Ballinskelligs, lieder aufnahm und ausserdem interessante Fotografien.





Abends bei Rosie im Pub mit Sängern und Musikern aus dem Dorf und Gästen.

26.9.09

Frühmorgens in Portmagee, Co. Kerry



Portmagee Pier
Die letzten Tage haben uns wirklich für einen eher miserablen Sommer entschädigt, wenn man sich dann auch noch aufrafft, früh aufzustehen, wird man mit solch wunderbarer Stille und einem geheimnisvollen Morgennebel belohnt...
Die aufgehende Sonne taucht dann alles in diese unbeschreiblichen Farben!










22.9.09

Kreativ im Killarney Nationalpark mit dem Lensbaby

Während eines Ausfluges zum Killarney Nationalpark innerhalb der Fotourlaubs-Woche im September, habe ich ein bisschen mit meiner Kamera und dem Lensbaby 2.0 experimentiert.




In letzter Zeit habe ich einige mit Absicht unscharfe Aufnahmen gemacht; wobei das lensbaby nicht durchweg unscharfe Fotos produziert, sondern je nachdem, wie man den "Balg" bewegt, vom Zentrum aus unschärfer wird oder gar Drehbewegung simuliert.

Das ist ganz schön zum Einen, kann ausserdem die Illusion von Bewegung, z. B. einer leichten Brise im Gras, verstärken.

18.9.09

Ballinskelligs´ Kirchenpatron´s Fest St. Michael

Der Pattern Day (von Patron´s Day abgeleitet) naht und dieses Jahr wird eines der Ereignisse mit Fotografie zu tun haben.
In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts reiste ein gewisser Ole Mork Sandvik, ein Musikwissenschaftler aus Norwegen durch Irland und besuchte unter anderem auch Ballinskelligs, Waterville und Caherdaniel. Er sammelte und nahm nicht nur Musik und Lieder auf, sondern fotografierte auch auf seinen Reisen. Am 29. September um 20.00Uhr wird Séamus Ó Catháin einen Vortrag über Sandvik´s Irlandreise in unsere Gegend halten und dazu auch dieses raren Aufnahmen zeigen.
Wenn ihr gerade in der Gegend seid, ist dies sicher eine lohnende Bereicherung; Community Hall in Dun Geagan, Ballinskelligs.

Altar und Heilige Quelle in Dun Geagan
Am Vorabend von St. Michael´s finden die traditionellen Runden an St. Michael´s Quelle statt (18 Uhr), Gottesdienst in der Community Hall mit anschliessendem Essen, Musik und Tanz (19.30 Uhr).
Am 26., 27. und 29. September gibt es Musik in Rosie´s Pub in Dun Geagan, ein Highlight wird sicher der letzte Abend, an dem unter anderem Seán Garvey singt.
Für Wanderfreunde findet am 27. September, um 13.30 Uhr, wieder ein geführter Ausflug von Cable O´Leary´s Pub in Ballinskelligs zum Bolus Head  statt.
Alle sind zu allen Veranstaltungen herzlich eingeladen!

16.9.09

Die Admirale im Garten

Vor ein paar Tagen tauchten plötzlich Schwärme von Schmetterlingen, hauptsächlich Admirale, vor unserem Haus auf. Die Sonne schien und es gab ein fröhliches Getummel auf den gerade blühenden Sedum Pflanzen und den Escalonia Büschen.