31.3.09

Versunkene Bäume am Reenroe Strand, Ballinskelligs




Wenn der Himmel und das Licht nicht sehr aufregend und inspirierend sind für grosse Landschaftsbilder, gibt es immer noch viele kleine Überraschungen und Details, die es wohl wert sind, mit der Kamera festgehalten zu werden.
An "unserem" Strand werden immer nach langen Stürmen und gewissen Windrichtungen ziemliche Mengen Sand ins Meer bewegt. Dann werden unter anderem eine Reihe von Baumstümpfen frei gelegt, die zeigen, wie im Lauf der Zeit das Meer die Küstenlinien verändert hat.
Zwei der Fotos habe ich in Photoshop zu Monochrom Bildern umgewandelt.
Und das nächste Mal werde ich aufpassen, dass mein Hund erst nach dem Fotografieren den Sand mit seinen Spuren versieht.

Tipps - Fotografieren am Meer




Irlands Küsten sind sehr vielfältig, von schroffen Klippen bis zu lieblichen Sandstränden findet der Meeresfreund hier viele Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten oder einfach nur Spaziergänge und natürlich zum Fotografieren.
Wenn sie sich entscheiden zu fotografieren - zuerst einige Bemerkungen über Vorsicht:
  • Salzwasser greift alle Materialien von Linsen über Stative ziemlich aggressiv an, reinigen sie also alles anschliessend mit entsprechenden Mitteln
  • Wetter kann sich sehr schnell ändern, Regen ist noch nicht das Schlimmste, Sturmböen können an Klippen jedoch gefährlich sein
  • hereinkommende Flutwellen macht bestenfalls nur nasse Schuhe, können aber auch ein Stativ, im Sand abgestellt, bewegen - es ist zu empfehlen, Gezeitenkalender vorher zu konsultieren
  • manche Stellen an Klippen sind wirklich gefährlich, ein schwer einzuschätzender Wellengang bringt überraschend hohe Wellen
Gut, sind Wetter, Gezeiten und Örtlichkeiten abgeklärt , nun zur Ausrüstung. Neben der Kamera (und eventuell verschiedenen Objektiven) empfiehlt es sich Stativ, verschiedene Filter und, wenn möglich, eine Fernbedienung für den Auslöser einzupacken,
außerdem vielleicht ein Extraset Batterien und eine Speicherkarte.
Für die Motive gilt :
  • ein interessanter Blickpunkt im Vordergrund oder "Linien" sollten das Auge in das Bild hineingeleiten
  • Fischerboote oder andere -utensilien geben dem Bild Charakter
  • für einen geraden Horizont empfiehlt sich eine mini Kamera-Wasserwaage oder manche Kameras haben eine Option für ein Gitter auf dem Sucherbildschirm
  • frühe und Abendstunden haben ein besonders schönes Licht, übrigens fotografiere ich auch sehr gern im Winter, wenn das Licht den ganzen Tag über tiefer steht...
  • wenn es mit Ihrer Kamera möglich ist, probieren Sie doch manuelle Einstellungen mit kleiner Blende und langen Zeiten, gerade Wellenbewegungen sehen dann sehr interessant aus
  • ist wirklich gar kein aufregendes Licht zum Fotografieren, kann man immer noch Details wie an Booten, Sandspuren, Spiegelungen in Pfützen, Steinformationen, Pflanzen und so weiter fotografieren

30.3.09

Der Leuchtturm auf Valentia Island





Valentia ist eine kleine Insel im Südwesten Irlands, die über eine Brücke mit dem Fischerdorf Portmagee verbunden ist. Im Sommer belebt von Urlaubern und Ferienhausbesitzern, ist es den Rest des Jahres recht ruhig aber trotzdem wunderschön hier. Es gibt viele Attraktionen wenn man offenen Auges durch die Natur fährt oder besser geht, zwar ist der durchschnittliche Niederschlag hier drei mal so hoch wie in Dublin, wenn die Sonnenstrahlen dann aber durch die Wolken kommen, ist es wie eine Erscheinung!
Vor ein paar Tagen durfte ich mit meiner Foto-Klasse aus Waterville in den Leuchtturm, den man sonst nur von aussen fotografieren darf.
Einige Fotos will ich hier schon mal zeigen...

28.3.09

Ross Island und der Killarney National Park




Der Killarney National Park ist ein Meisterwerk der Natur, südlich des Städtchens Killarney, das wohl allen Irlandurlaubern bekannt ist, gelegen. Majestätische Berge geben die Kulisse für verträumte Seen und verwunschene Wälder.
Im Gegensatz zu grössten Teilen Irlands wurde der einheimische Ur-Wald mit knorrigen Eichen, Eiben, Stechpalmen, Buchen und einer eher mediterranen Baumart, des Erdbeerbaums, nicht abgeholzt und bildet heute eine Oase für Wanderungen, Bootsfahrten und allgemeine Entspannung.
Ein forsttechnisches Problem gibt es allerdings, Rhododendron-eingeführt in viktorianischen Zeiten und so schön er blühend aussieht-gedeiht auf dem eher sauren Boden prächtig und nimmt den einheimischen Planzen den Lebensraum, so das er tatsächlich abgeholzt und ausgerodet wird.
Ross Island ist eine kleine Halbinsel in Lough Leane im National Park, die schon im frühen Mittelalter bekannt war für Kupfergrabungen.
Noch im späten 18. Jahrhundert wurde hier Kupfer kommerziell gefördert und einer der Bergbaumeister war kein anderer als Rudolf Erich Raspe, der Herausgeber der Münchhausen Geschichten.

hier finden sie mehr Fotos von Ross Island und Lough Leane

Die Skelligs





Zwei Inseln im Atlantik, besser gesagt zwei Felsen, von denen die kleinere Small Skelligs von tausenden Möwen bewohnt wird und die grosse Skellig Michael in der Tat vom 7. bis zum frühen 12. Jahrhundert von Mönchen bewohnt war. Heute finden die Besucher, die in kleinen Booten bei gutem Wetter die 9 Meilen Überfahrt wagen, Reste der Mönchssiedlung mit Wohnhütten, einer Kirchenruine, Grabstätten und eine unglaubliche Stille und Spiritualität, die mit Gott oder einem hohen Energielevel zu erklären versucht wird.
Unser erster Besuch in Portmagee, einem Fischerdorf, von dem die Ausflugsboote starten, hatte tatsächlich mit dem Wunsch die Skelligs zu besuchen zu tun. Ich habe die Skelligs in jedem Wetter besucht, es ist immer wieder eine Fahrt für die Seele und den Kopf.

Schönes Licht heute!






Mit diesem Ausruf ist schon auf den Punkt gebracht, was mich vor bald 20 Jahren an Irland gefesselt hat und seitdem nicht mehr loslässt.
Natürlich gibt es noch mehr Gründe hier Urlaub zu machen oder zu leben, aber für einen Fotografen ist die Lichtqualität wohl ein entscheidender Punkt und die Inspiration, jeden Tag auf ein Neues altbekannte oder neue Motive festzuhalten.
In diesem Flecken Erde, an der Südwest Spitze von Irland, sind das Meer und die Berge, Flora und Fauna, historische Zeugnisse und natürlich die Menschen Motive, die es immer wieder lohnt zu fotografieren.