27.4.15

Kells Bay Garden als Fotoinspiration






















Zusammenklang

Im Tempel der Natur, in Säulengängen,
Durch die oft Worte hallen, fremd, verwirrt,
Der Mensch durch einen Wald von Zeichen irrt,
Die mit vertrauten Blicken ihn bedrängen.

Wie weite Echo fern zusammenklingen
Zu einem einzgen feierlichen Schall,
Tief wie die Nacht, die Klarheit und das All,
So Düfte, Farben, Klänge sich verschlingen.

Denn es gibt Düfte, frisch wie Kinderwangen,
Süss wie Oboen, grün wie junges Laub,
Verderbte Düfte, üppige, voll Prangen,

Wie Weihrauch, Ambra, die zu uns im Staub
Den Atemzug des Unbegrenzten bringen
Und unsrer Seelen höchste Wonnen singen.

Charles Baudelaire
aus
: "Die Blumen des Bösen"


Heute mal ein Gedicht von Charles Baudelaire zu den Fotos aus Kells Bay Garden. Baudelaire war der letzte Dichter den Claude Monet gelesen hat der ja bekannterweise einen eigenen wunderbar angelegten Garten hatte in dem viele Gemälde entstanden sind. 
Kells Bay Garden ist für mich sozusagen der Ersatzgarten für Giverny. Monet ist und bleibt Quelle der Bildinspiration die verarbeitet  und neu interpretiert werden muss.

Alle Fotos: ©Michael Herrmann 2015